Eine Fähre oder ein Fährschiff
ist ein Wasserfahrzeug zum Transport von Personen, Fahrzeugen u. ä.
über Gewässer. Es ist ein Fahrzeug, das dem Übersetzverkehr
von einem Ufer zum anderen auf der Wasserstraße dient und von
der zuständigen Behörde als Fähre behandelt wird. Die
Fähre ist somit auch bei kurzen Strecken (und relativ geringem
Verkehrsaufkommen) eine Alternative zu Brücken oder Tunneln.
Nach der Transportaufgabe unterscheidet man: Personenfähren;
Autofähren (RoRo-Verfahren); Eisenbahnfähren (Trajektschiffe)
In Städten die am Meer oder an einem größeren Fluss
liegen (auch in Städten mit vielen Kanälen), spielen Fährverbindungen
eine wichtige Rolle im Nahverkehr. Sie verursachen vergleichsweise
weniger Kosten als Tunnel oder Brücken, und ermöglichen
eine direkte Verbindung zweier Ufer. Die Deutsche Fährstraße,
die von Bremervörde nach Kiel führt, verbindet Fähren
nahezu aller Art. Die Ferienstraße, die rund 250 Kilometer lang
ist, wurde im Mai 2004 eröffnet.
Eine der wohl kleinsten Fähren Deutschlands verkehrt in Schleswig-Holstein
auf der Bundeswasserstraße Krückau - die Fähre Kronsnest.
Die Fähre für maximal acht Personen ist eigentlich ein
kleines Holzboot, welches durch das Wriggen per Hand vorwärts
bewegt wird. War sie bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts beinahe
400 Jahre lang die einzige Möglichkeit, in angemessener Zeit
auf die andere Uferseite zu gelangen, wurde sie 1993 als Touristenattraktion
wiedereröffnet. Eine weitere Ruderboot-Fähre verkehrt
auf der Müggelspree zwischen Berlin-Rahnsdorf und Berlin-Müggelheim.
Sie wird von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) als Linie F 24
betrieben und ist die kürzeste Fährlinie von Berlin.
Fährschiff / seegehende Fähre [Bearbeiten]Fährschiffe
/ seegehende Fähren verkehren auf Nebenmeeren (Ost- und Nordsee),
auf den Großen Seen (USA, Kanada), in der Karibik, über
Meerengen (Straße von Messina), über den Ärmelkanal
usw. Fährschiffe verbinden vor den Küsten gelegene größere
Inseln mit dem Festland oder z. B. Mitteleuropa mit Skandinavien,
Italien mit Griechenland oder Europa mit Afrika. Sie werden überall
dort eingesetzt, wo die Strecke über Gewässer wesentlich
kürzer ist als der Landweg bzw. die einzig sinnvolle Alternative
zum Flugzeug ist.
In Europa ist die Linie über den Ärmelkanal (Dover ?
Calais) eine der wichtigsten Fährverbindungen, da sie Großbritannien
mit dem europäischen Festland verbindet. Es gibt eine Vielzahl
unterschiedlicher Schiffstypen die als Fähre genutzt werden,
je nach Länge der Strecke, der benötigten Kapazität,
sowie nach Geschwindigkeit und Seetüchtigkeit (Hochseetauglichkeit
oder Binnenschifffahrt). Tragflächenboote wurden beispielsweise
verwendet um auf beliebten Strecken die Geschwindigkeit zu erhöhen.
Diese wurden jedoch großteils durch Luftkissenboote und Katamarane
ersetzt. Auf der oben bereits erwähnten Verbindung (Dover/UK
? Calais/F), standen die Luftkissenboote in direkter Konkurrenz
zu den Shuttle- und Eurostarzügen, die den Kanal-Tunnel benutzen.
Obwohl die Luftkissenboote weiterhin hohe Gewinne einfuhren und
gut ausgelastet waren, musterte die Reederei Hoverspeed im Oktober
2000 die letzten beiden Hovercrafts aus. Dies wurde mit dem Mangel
an Ersatzteilen sowie der nicht mehr zeitgemäßen Konstruktion
begründet. Seitdem sind Katamarane die schnellste Fährverbindung
über den Ärmelkanal, benötigen jedoch, inklusive
ent- und beladen, knapp eine Stunde länger als die Hovercrafts.
(testo
tratto da wikipedia.org)
|